Klosterruine Disibodenberg
Das Kloster Disibodenberg bei Odernheim am Zusammenfluss von Nahe und Glan war im 12. Jahrhundert Wirkstätte der Heiligen Hildegard von Bingen.
Gründungsmythos des Klosters war ein Traum des Heiligen Disibod, der im Jahr 640 das Nahetal besuchte. Er ließ auf einem Hügel ine Hütte erbauen, die nach und nach zur späteren Klosteranlage erweitert wurde. Anfang des 12. Jahrhunderts wurde die Anlage zu einer Frauenklause unter Leitung der seligen Jutta von Sponheim. Ab dem Jahr 1112 kam die noch sehr junge Hildegard von Bingen an das Kloster und konnte dort über Jahrzehnte wirken. Sie verfasste mehrere Natur- und heilkundliche Schriften, die bis heute beliebt sind und wurde zu einer bedeutenden Universalgelehrten siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_von_Bingen.
Die im Nahegebiet populäre Reformation führte im 16. Jahrhundert zur inneren Auflösung der Abtei. Es folgte die Säkularisation. Während der Franzosenherrschaft Anfang des 19. jahrhunderts wurde das Gebiet zum Nationaleigentum erklärt und versteigert. Die letzte private Besitzerin, Ehrengard Freifrau von Racknitz, überführte 1989 das ehemalige Klostergelände in die Disibodenberger Scivias-Stiftung.
Heute sind von dem stolzen Kloster nur noch Ruinen übrig geblieben. Diese können besichtigt werden. Direkt am Kloster Disibodenberg ist ein kleines Museum, dass sich mit dem Leben der Heiligen Hildegard von Bingen befasst.
- Gruppen werden gebeten, sich vorher anzumelden.
- Bildquelle: Timo Volz / Naheland-Touristik GmbH
Museum
Es ist nur am Wochenende, sowie an Feiertagen von Anfang April bis zum 1. November von 11 bis 17 Uhr geöffnet.